Kasse für Hobbywerkstatt — TSE via Fiskaly, GoBD-konform

Zuletzt aktualisiert: 10. Juni 2026 · Lesezeit ca. 8 Minuten

Der Kunde hat drei Stunden geschraubt, leiht ein Werkzeug zurückgegeben, eine Dose Bremsenreiniger gekauft — und will jetzt bezahlen. Bar oder Karte, ein Beleg muss ausgestellt sein, TSE-Signatur muss laufen, das Programmierprotokoll soll lückenlos sein, der DSFinV-K-Export soll für die nächste Prüfung griffbereit liegen. Und das alles, während sich am Tresen schon der nächste Kunde stellt.

Eine Kasse, die für eine Mietwerkstatt geeignet ist, muss diese Situation auf Knopfdruck können.

Eine Kasse für Hobbywerkstatt muss vier Anforderungen gleichzeitig erfüllen: TSE nach §146a AO (die zertifizierte Sicherheits-Einrichtung — in unserem Fall über Fiskaly als BSI-zertifizierte Cloud-Lösung), GoBD-konforme Datenhaltung (unveränderbar, vollständig, nachvollziehbar), DSFinV-K-Export (das genormte Datenformat, das die Finanzverwaltung bei einer Kassennachschau verlangt) und die zeitbasierte Hebebühnen-Abrechnung — alles in einem Ablauf. Unser Kassen-Modul kostet €20 pro Monat und Werkstatt, TSE inklusive, ohne Hardware-Stick, ohne Einrichtungsgebühr.

Warum eine Mietwerkstatt-spezifische Kasse zählt

Nach unserer Marktrecherche unter 12 in Deutschland verfügbaren Kassen- und Werkstatt-Systemen (Stand Juni 2026) ist Hobbywerkstatt Manager die einzige uns bekannte Lösung, die alle TSE-relevanten Mietwerkstatt-Anforderungen abbildet — einschließlich der prüfungssicheren Verkettung zwischen Mietbeginn und Zahlung.

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Was eine Hobbywerkstatt-Kasse können muss

Eine Mietwerkstatt oder Hobbywerkstatt hat einen besonderen Geschäftsablauf: Der Kunde kommt rein, mietet eine Hebebühne, arbeitet einige Stunden am eigenen Auto, leiht zwischendurch Werkzeuge, kauft vielleicht Bremsenreiniger — und bezahlt am Ende. Eine klassische Gastro-Kasse oder Einzelhandels-Kasse bildet das nicht ab. Sie braucht eine Kasse, die:

  • Zeitbasierte Positionen kennt (Hebebühne „3h 12min“, nicht ein Artikel „Hebebühne“).
  • Mehrere offene Mietvorgänge parallel verwalten kann.
  • Werkzeugmieten und Verbrauchsmaterial auf den richtigen Vorgang verbucht.
  • Am Ende einen TSE-signierten Beleg erzeugt, der alle Positionen enthält.
  • Storno, Rabatt und Freitext-Artikel regelkonform abbildet.

Was bedeutet das für Ihren Betrieb?
Sie müssen weder TSE-Hardware kaufen noch Fiskaly separat abonnieren, noch eine extra Kassensoftware installieren. Sie buchen das Kassen-Modul für €20/Monat dazu und alle Compliance-Elemente sind ab Tag 1 wirksam.

TSE-Pflicht aus §146a AO

Seit 1. Januar 2020 fordert §146a AO in Verbindung mit der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV), dass jede elektronische Aufzeichnung von Kasseneinnahmen über eine zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) manipulationssicher signiert wird. Die TSE besteht aus drei Komponenten: einem Sicherheitsmodul, einem Speichermedium und einer einheitlichen digitalen Schnittstelle. Sie muss durch das BSI zertifiziert sein.

Es gibt keine generelle Ausnahme für Mietwerkstätten, Hobbywerkstätten oder Kleinunternehmer. Wer eine elektronische Kasse einsetzt, fällt unter die TSE-Pflicht — auch ohne Umsatzsteuer-Pflicht nach §19 UStG. Mehr Detail im Ratgeber TSE-Pflicht für Mietwerkstätten.

Unsere TSE: Cloud-Lösung über Fiskaly

Wir nutzen die zertifizierte Cloud-TSE von Fiskaly. Das bedeutet konkret für Sie:

  • Keine Hardware: Kein USB-Stick, keine SD-Karte, kein Akku, kein Versand.
  • Keine separate Fiskaly-Rechnung: Die Fiskaly-Gebühren sind im €20-Kassen-Modul enthalten.
  • BSI-zertifiziert bis 2033 — Sie müssen sich nicht alle paar Jahre um einen TSE-Wechsel kümmern.
  • Automatische Selbstüberwachung: Bei TSE-Ausfall wird der Beleg in einer Warteschlange gehalten und nachsigniert.
  • Kein Single Point of Failure: Auch wenn Ihre Internetverbindung kurz ausfällt, läuft die Kasse weiter und holt Signaturen nach.

Belegtypen, die unsere Kasse erzeugt

Pro Mietvorgang werden verschiedene TSE-signierte Belege erzeugt:

  • Bestellung-Beleg beim Start der Vermietung — markiert den Beginn der zeitbasierten Position auf der TSE.
  • Beleg (Zahlung) am Ende — mit allen Positionen, MwSt.-Ausweis, Belegnummer, Signatur.
  • Storno-Beleg, wenn ein Vorgang abgebrochen wird — mit Grund „Stornierung durch Bediener“.
  • Rabatt-Beleg, wenn Sie einen Rabatt im Bezahl-Dialog vergeben.
  • Tagesabschluss mit retrograder Tageslosung, Bargeld-Zählhilfe und PDF-Bericht.

GoBD und AO §147 Aufbewahrung

Die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form) fordert unter anderem: Vollständigkeit, Richtigkeit, zeitgerechte Buchung, Ordnung, Unveränderbarkeit und Nachvollziehbarkeit. Unsere Kasse erfüllt diese Anforderungen über drei Mechanismen:

  • ChangeLog: Jede Änderung an Stammdaten (Stundensatz, MwSt.-Satz, Artikel-Preis, Mitarbeiter-Login) wird mit Zeitstempel, Benutzer-ID und Vorher/Nachher-Werten dokumentiert — das Programmierprotokoll nach §146a Abs. 1 Nr. 6 AO.
  • Unveränderbare Belege: Einmal signierte Belege können nicht editiert werden — nur durch einen Storno rückabgewickelt werden.
  • Aufbewahrung nach §147 AO: Belege, Tagesabschlüsse und DSFinV-K-Exporte 8 Jahre (seit 01.01.2026 reduziert durch das 4. Bürokratieentlastungsgesetz), Bücher, Jahresabschlüsse und das Programmierprotokoll als Teil der Verfahrensdokumentation 10 Jahre — alles automatisch, ohne dass Sie Datensicherungen verwalten müssen.

DSFinV-K-Export auf Knopfdruck

Die Digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme (DSFinV-K) ist das offizielle Export-Format, das die Finanzverwaltung bei einer Kassennachschau (§146b AO) oder Betriebsprüfung verlangt. Es ist ein standardisiertes Set aus CSV-Dateien (cashpoint.csv, lines.csv, etc.), die alle Kassendaten in einem maschinenlesbaren Format enthalten.

Im Kassen-Modul wählen Sie einen Zeitraum (Tag, Monat, Jahr, individuell) und exportieren ein ZIP-Archiv im DSFinV-K-Format. Das Archiv ist sofort übergabe-fertig — keine Nacharbeit, keine Kopfschmerzen. Wenn der Prüfer Ihre Kassennachschau ankündigt, haben Sie den Export in weniger als 30 Sekunden bereit.

Belegausgabepflicht (Bonpflicht) integriert

Seit 2020 gilt die Belegausgabepflicht nach §146a Abs. 2 AO: Bei jedem elektronisch aufgezeichneten Geschäftsvorfall muss dem Kunden ein Beleg ausgegeben werden — entweder als Papierbeleg (Drucker) oder als digitaler Beleg (E-Mail, QR-Code, Download-Link). Drei Punkte werden in der Praxis häufig missverstanden:

  • Die Pflicht gilt nicht nur bei Barzahlung, sondern bei jedem über das Kassensystem erfassten Vorgang — auch bei reiner Kartenzahlung.
  • Sie müssen den Beleg ausstellen, der Kunde muss ihn nicht annehmen. Ein abgelehnter Papierbeleg darf vernichtet werden — aber das System darf den Druck nicht überspringen.
  • Seit der AEAO-Neufassung vom 30.06.2023 (gültig ab 01.01.2024) reicht für die elektronische Belegausgabe die konkludente Zustimmung des Kunden — ein QR-Code auf einem Display, den der Kunde scannen kann, genügt der Spec. Eine E-Mail-Adresse müssen Sie nicht erfassen.

Unsere Kasse unterstützt drei Wege:

  • Druck: Der Beleg wird automatisch auf dem konfigurierten Bondrucker ausgegeben.
  • Digital per E-Mail: Sie geben die E-Mail-Adresse des Kunden ein, der Beleg wird als PDF versendet.
  • QR-Code: Der Kunde scannt einen QR-Code und lädt den Beleg auf sein Smartphone — DSGVO-neutral, weil keine personenbezogenen Daten verlangt werden.

Was bedeutet das für Ihren Betrieb?
Wenn der Prüfer für eine Kassennachschau erscheint, ist die Vorbereitung minimal: TSE-Status anzeigen, DSFinV-K-Export auf Knopfdruck, Programmierprotokoll abrufen. Details zum Ablauf: Kassennachschau Mietwerkstatt.

Kartenzahlung über SumUp

Bargeld dominiert in vielen Mietwerkstätten noch — Tendenz aber rückläufig. Unsere Kasse integriert die SumUp-Lesegeräte (Solo, Solo Lite, Air Lite, Solo Printer) direkt in den Bezahl-Dialog. Sie verbinden Ihr SumUp-Konto einmalig in den Einstellungen, koppeln das Lesegerät, und können im Kosten-Modal zwischen „Bezahlt Bar“ und „Bezahlt Karte“ wählen. Die Kartenzahlung läuft parallel zur TSE-Signierung, sodass am Ende ein einheitlicher Beleg mit Zahlungsart erzeugt wird.

Storno- und Erstattungs-Vorgänge sind ebenfalls integriert. Bei einer Karten-Erstattung wird die SumUp-Schnittstelle angesprochen, der Betrag auf die Karte zurückgebucht und ein Storno-Beleg mit Verweis auf den Original-Beleg erzeugt.

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Wechselgeldlimit-Warnung

Eine kleine, aber konsequent unterschätzte Funktion: Die Kasse beobachtet Ihren Kassenbestand. Wenn dieser ein konfigurierbares Limit überschreitet (z. B. 500 € im Bargeldfach), wird in der Navbar ein deutlicher Hinweis eingeblendet mit Empfehlung, wie viel abzuschöpfen ist. Im Hintergrund läuft eine retrograde Tageslosung — Sie zählen am Tagesende die Münzen und Scheine, die Kasse rechnet den Sollbestand und den Ist-Wert gegen.

Häufige Fragen

Warum reicht eine normale Kassen-App nicht für eine Hobbywerkstatt?

Eine normale Kassen-App rechnet Einzelartikel ab (Bier, Eintritt, Sandwich). Eine Hobbywerkstatt-Kasse muss zusätzlich eine zeitbasierte Vermietung der Hebebühne abrechnen, optionale Werkzeugmieten dazurechnen, Mehrfach-Mietvorgänge parallel laufen lassen und am Ende einen TSE-signierten Beleg mit allen Positionen erzeugen. Das bekommt eine generische Kassen-App nicht hin.

Was kostet die digitale Kasse?

€20 pro Monat und Werkstatt. Darin ist die TSE über Fiskaly bereits enthalten — Sie zahlen keine separaten Fiskaly-Gebühren, keine TSE-Hardware, keinen jährlichen Wechsel. DSFinV-K-Export und GoBD-Konformität sind ebenfalls inklusive. Detail unter Preise.

Muss ich für die TSE Hardware kaufen?

Nein. Wir nutzen die Cloud-TSE von Fiskaly. Sie melden sich für das Kassen-Modul an, und die TSE wird automatisch im Hintergrund bereitgestellt — ohne Stick, ohne Akku, ohne Ablaufdatum-Pflege.

Was passiert, wenn der Prüfer für eine Kassennachschau kommt?

Sie öffnen den DSFinV-K-Export im Kassen-Modul, wählen den Zeitraum, klicken auf Export. Sie erhalten ein ZIP-Archiv im offiziellen DSFinV-K-Format der Finanzverwaltung, das Sie dem Prüfer übergeben können. Das Programmierprotokoll (Stammdaten-Änderungen, TSE-Status, Tarifwechsel) ist Teil des Exports.

Kann ich Kartenzahlung anbieten?

Ja, über SumUp. Sie verbinden Ihr SumUp-Konto im Einstellungs-Bereich, koppeln einen SumUp Solo Lite oder Air Lite Lesegerät, und können im Bezahl-Dialog direkt auf Karte umstellen. Die Kartenzahlung läuft parallel zur TSE-Signierung, sodass am Ende ein einheitlicher Beleg mit Zahlungsart erzeugt wird.

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